Inklusion
hier sollen Berichte auch aus dem Bereich Behindertenbeirat (BBR) und Arbeitskreis "Menschen mit und ohne Behinderungen" rein, da es sich größtenteils auch um Senioren handelt    Bitte auch  diesen Link   anklicken !

Abschied Mona19.2.: Arbeitskreis Inklusion verabschiedet Mona Achterberg und begrüßt Daniel Diedrich: Bei der heutigen Sitzung des AK Menschen mit und ohne Behinderungen freute sich Renate Löhr, dass es Mona Achterberg gelungen war, zeitig von ihrem neuen Job bei der Region Hannover nach Bissendorf zu kommen.  Nachdem die langjährige Gleichstellungsbeauftragte Regina Niehoff durch Pensionierung das Amt der Gleichstellungsbeauftragten und "Bündnis"-Vorsitzenden an Mona Achterberg übergeben hatte, war Achterbergs erster "Einsatz" die Organisation des "Spektakels" mit und um "Rosis Knallerbsen" im Herbst 2013. Von da an unterstützte Achterberg den Arbeitskreis und gab Hilfestellung, wo sie konnte auch für die Gründung des Behindertenbeirates. Sie war bei jeder Aktion immer Ansprechpartner für die Inklusionsgruppe und regelte auch den Ausgleich auf der Kostenseite schnell und unbürokratisch. Nun ist sie nach Hannover Dietrichabgeworben worden, aber heute konnte ihr die Mannschaft (oder besser Frauschaft) um Renate Löhr mit einem Präsent noch einmal Danke sagen für die geleistet Arbeit. Danke Mona!!
Zeitgleich durfte die Gruppe dann Daniel Diedrich (erinnert so an Daniel Düsentrieb!) als neuen Betreuer für die Inklusionsgruppe willkommen heißen. Daniel Diedrich ist aber nicht nur für den AK zuständig in der Gemeinde, u.a. betreut er auch die Feuerwehren der Wedemark. Herzlich willkommen, Daniel! Folgende weitere Beschlüsse wurden gefasst: Die Gemeinde möge bitte die Verkehrsampeln mit einem zusätzlichen Akustiksignal versehen für Hörbehinderte und Blinde, aber auch für vorwitzige Kinder wichtig. Dann stellte sich Pia Blättermann von der GBA, Langenhagen, vor und man verabredete sich zu einem gemeinsamen Gespräch mit Frau Adlon, der Geschäftsführung der GBA, zwecks engerer Zusammenarbeit. Zur Sprache kam noch der Stand der Vorbereitungen für den "Tag der offenen Türe" beim MTV Mellendorf am 31.5., wo spezielle Sport-Angebote für Menschen mit Behinderungen vorgestellt werden sollen.

Sitzung 15-01Sitzung 15-0115.1.: Erste Sitzung des Arbeitskreises Inklusion in 2015: Renate Löhr konnte "ein volles Haus" im Sitzungszimmer konstatieren, denn es waren 23 Personen zu begrüßen, unter Ihnen als Gäste Saskia Adlon und Pia Blättermann von der GBA (Gesellschaft für Behinderten-Arbeit) und Vienna Windmann vom Team Sozialmedizin und Behindertenberatung der Region Hannover. Saskia Adlon stellte dem AK noch einmal die GBA vor, die bekanntlich Mitte letzten Jahres das 40-jährtige Jubiläum mit einem Festakt im Langenhagener Rathaus feierte. Die Arbeit der GBA ist äußerst umfangreich, im Detail hier eigentlich nicht wiederzugeben, denn auf verschiedenen Ebenen werden insgesamt 350 Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen betreut. In der Wedemark zählt der Kindergarten Domino in Mellendorf zum GBA-Konzept, was Susanne Kopp von Seiten der Lebenshilfe dann auch noch einmal etwas genauer beschreiben konnte. Vienna Windmann als Mitarbeiterin im Regionsteam für Sozialmedizin und Behindertenberatung stellte sich und die Möglichkeiten Ihres Teams vor. Eine große Freude konnte dann Günther Wolff den Anwesenden verkünden und zeigen: Aus dem Gewinnsparen der Volksbank Hannover waren dem AK Inklusion als einer der bei der letzten Ausschüttung bedachten Institutionen 750 € zugeflossen. Wie das? Beim letztjährigen "WEDEmarkt" hatte der AK ja bekanntlich einen Stand bei Kaesler aufgebaut mit Rollstuhl-Parcour und anderen "Übungsteilen" und da hatte Günter Wolff Frank Felgner von der gegenüber liegenden Volksbank angesprochen, welche Möglichkeiten zur Unterstützung des AK bestünden und das Ergebnis lag nun auf dem Tisch: 750 € , die helfen, Aktionen etwas leichter anpacken zu können. Gegen Schluss wurde noch einmal herzlich darum gebeten, das von Gabriele Bartels initiierte Filmprojekt mit einem Besuch des sehr bekannten Pilotfilms (aus Wettbewerbsgründen darf der Name erst vor der Aufführung bekannt werden) am 30.Januar um 19 Uhr im Bürgersaal  mit ziemlich vielen guten, vielleicht besten Freunden zu besuchen, um eine Fortsetzung dieser tollen Projekt-Idee zu sichern.

6.11.: 5.Sitzung des Behindertenbeirats im Bürgerhaus: Zwei Tagesordnungspunkte waren besonders wichtig, die Vorstellung und der Gedankenaustausch mit Renate Conrad, der Behindertenbeauftragten der Region Hannover, und der Vortrag von Martin Malau von der Pestalozzistiftung zum Thema "Aktivitäten zur Inklusion am Arbeitsmarkt". Beide Referenten hatten so viel zu sagen, dass es kaum möglich ist, alle Ideen sowie Fragen und Gegenfragen hier zu behandeln. Renate Conrad (59), selbst schwerbehindert, beschreibt in ihrer Vorstellung ihr bisheriges Leben und was sie heute als "allein-Arbeiterin" im Regionsforum Menschen mit Behinderungen alles macht. Conrad zeigte sich kämpferisch, hatte viele Ideen in ihrer Pipeline, besonders das Thema "Barrierefreiheit im öffentlichen Straßenraum" und natürlich auf Regionsebene unser Wedemärker Dauerthema "Barrierefreie und zugleich bezahlbare Wohnungen", wozu die Region ein Projekt aufgelegt habe. Ihr Credo "Sensibilisieren und Aufklären"  und nachdem Gabriele Wolff beiläufig geäußert hatte, sie fühle sich als "Klofrau der Wedemark", weil alles bei ihr abgelegt würde, musste Conrad lauthals lachen und sagte mit deutlicher Stimme "da fühle ich mich ebenso als Klofrau der Region".  Conrad ist seit Dezember 2013 im Amt und hat stark mit Karl Finke, dem Schwerbehinderten-Beauftragten des Landes Niedersachsen kommuniziert, der nun mit 67 im Dezember in den Ruhestand geht. Ein(e) Nachfolger(in) ist noch nicht benannt. Conrad ist eine außerordentlich charmante Kämpferin  für Menschen mit Behinderungen, leider fehlen auch hier die Lobbyisten.
Unter TOP7 stellte Martin Malau von der Pestalozzistiftung das Thema "Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen" vor mit dem Untertitel "was behindert und was ermöglicht die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsmarkt?" Auch aus den Reihen der Anwesenden kamen dann die Hinweise, dass Arbeitgeber bei gleichen oder sogar höheren Quaklifikationen eine Einstellung abwürgen, weil sie befürchten, dass diese Arbeitskräfte häufiger oder sogar ständig von Ausfall bedroht sind und damit ein kontinuirerliches Arbeiten nicht möglich ist. In unserer Gemeinde sind 127 Menschen mit schweren Behinderungen in Betrieben gemeldet. Ein sehr ernstes Problem ist die Akzeptanz der Arbeitskollegen, die in manchen Betrieben vorbildlich ist, in anderen Betrieben weniger, da die Vorbereitung durch den Arbeitgeber, dass ein schwerbehinderter Mitarbeiter demnächst tätig wird, äußerst unbefriedigend ist und es daher dann zu "Reibungsverlusten" innerhalb der Belegschaft führt. Das Thema ist sehr komplex und daher nicht annähernd hier wieder zu geben. Für seine umfangreiche Aufbereitung bekam Malau einen starken Applaus. Fazit und Beschluss des Behindertenbeirats: Mit dem Wirtschaftsförderer Carsten Niemann soll ein Treffen vereinbart werden, welches zum Ziele haben soll, die Unternehmen der Wedemark an einen runden Tisch zu bringen, um sie zu motiviweren, Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt zu bringen. Conrad und Malau wurden mit Blumenstäußen zum Dank verabschiedet.

21.10.: Wichtiger Öffentlichkeitstag des Behindertenbeirates: Der NDR1-Niedersachsen war mit seiner Sendung "Jetzt reicht´s" heute im Bürgerhaus, um das heiße Thema "barrierefreie Arztpraxen mit Kassenzulassung" mit Geladenen und Gästen aus dem Publikum zu diskutieren. Hans-Jürgen Otte, der diese Sendung seit Jahren moderiert, war ganz angetan von unserem Bürgerhaus, wie er mir sagte. Geladene Podiumsteilnehmer waren Dr. Elbert, Augenarzt aus Mellendorf - Dr.Bernhard Specker, der Gerschäftsführer der KVN und Gabriele Wolff vom Behindertenbeirat. Leider war die ebenfalls geladene Augenärztin Mara Borovsky, um die es letzlich ging mit dem Thema "Kassenzulassungen", verhindert gewesen. Besonders enttäuschend war die Tatsache, dass sich kein Vertreter der Krankenkassen getraut hatte, an dieser Diskussion teilzunehmen.So begrüßte pünktlich Renate Löhr alle Anwesenden und das NDR-Team, welches bereits seit 2 Stunden am Aufbau gewerkelt hatte. Dann übernahm Moderator Otte die Führung, nachdem zuerst die Leitmusik von "jetzt reicht´s" eingespielt worden war, übrigens auch immer zwischendurch mal. Die Fragestellungen wechselten zwischen Moderator, Wolff und Publikumsfragen hin und her und die beiden Podiumsgäste Dr. Elbert und vor allem Dr. Specker mussten antworten. Fazit vorweg: Der Mann, um den es ging, Dr.Specker als Vertreter der KVN, wand sich aus allen Fragen heraus und blieb immer wieder bei dem Hinweis, dass die Region mit 116% überversorgt sei und den Patienten durchaus Wege bis zu 20 km zugemutet werden könnten. Auf die von einigen Gästen angesprochene UN-Konvention für Behinderte bezüglich der Zumutbarkeit solcher Wege blieb er hart. Den Hinweis auf die Möglichkeit einer Sonderzulassung, auf die auch die neue Burgwedeler Augenärztin, die im Publikum saß, hofft, ließ er nichtssagend an sich abtropfen. Auch Bürgermeister Zychlinski wurde interviewt und befragt zu dem relevanten Thema. Natürlich konnte er nur darauf verweisen, dass es zwar wünschenswert sei, wenn Wedemärker Bürger hier behandelt werden könnten, aber in die Selbstverwaltung der Kassen könne eine Gemeinde nicht eingreifen. Und für die Praxisausgestaltung müsse auch jeder Arzt selbst aufkommen. Um 19 Uhr ertönte sozusagen der "Schlussgong", obwohl noch viele Fragesteller nicht zu Wort gekommen waren. Insgesamt etwa 50 Besucher konnten gezählt werden, wobei das Thema "barrierefreie Arztpraxen (mit Kassenzulassung)" bei steigendem Alter für jeden relevant ist, für den einen früher, für den anderen später. Mehr Besucher wären wünschenswert gewesen.

7.9.: Therapiegarten eröffnet im Rahmen der „Offenen Gärten“: ...weiterlesen

29.8.: Inklusionsfrühstück im MTV-Sportheim mit zwei für das Thema Inklusion wichtigen Gästen ......weiterlesen

AK-SitzungCieslik-Bischof21.8.: Sitzung des Arbeitskreises (AK) Menschen mit und ohne Behinderungen im Bürgerhaus
Renate Löhr konnte die schier unglaubliche Zahl von 25 Teilnehmern begrüßen, soviel waren noch nie zum AK-Termin erschienen, wie Heiner Peterburs nochmal am Schluss konstatierte.
Der besondere Gast war heute Corinna Cieslik-Bischoff, die den Therapiegarten des Vereins "Grüne Stunde e.V." vorstellte. Der Garten befindet sich in Mellendorf im Grabenweg 6 und soll bei der Therapie demenzkranker Menschen helfen. Wie das? Die meisten haben doch früher im eigenen Garten freizeitlich gearbeitet und haben in der Pflege heute keine Sinneserfahrungen mehr. Durch Mitarbeit unter Aufsicht soll versucht werden, über die Sinnesorgane Riechen, Schmecken, Hören, Anfassen das Altbekannte neu zu begreifen. Je nach Bedarf soll eine Gruppe unter Betreuung bis zu drei Stunden tätig werden. Da der Therapiegarten ehrenamtlich aufgebaut und geführt wird, müssen ab dem nächsten Jahr doch kleine Beiträge von den Teilnehmern erhoben werden, um die Fortführung mit dem enormen Pflanzenbedarf zu decken. Der AK kam spontan zu dem Entschluss, mit Bischof eine Test-Therapiestunde zu vereinbaren, um selbst zu sehen, worüber man spricht. Am 7.9. ist im Rahmen der offenen Gärten in der Wedemark von 11-17 Uhr der Therapiegarten für die Allgemeinheit geöffnet.
Eine wichtige Frage war zu beantworten: Der Bürgermeister hatte Löhr gefragt, ob denn der AK weiterhin bestehen bleiben soll, wo doch jetzt der Behindertenbeirat (BBR) im Amt sei.
Darauf konnte Gabriele Wolff nur den Hinweis geben, dass der AK dem BBR zuarbeitet. Man kann im AK viele kleine Themen und Problemstellungen angehen, die für einen Tagesordnungspunkt im BBR zu niedrigschwellig sind. Dem schloss sich Wolfgang Jansen an, der meinte, viele der in den drei Jahren des Bestehens des AK abgehandelten Besprechungspunkte gehören mehr in den allgemeinen Bereich der Inklusion und nicht in den BBR, daher sei der Fortbestand unerlässlich. Auch Heiner Peterburs, von der ersten Stunde an dabei, eigentlich sogar Initiator, weist noch einmal darauf hin, dass der BBR ein festes Gremium, ein Organ der Gemeinde ist, während der AK ein offener Kreis ist, jedermann, gesund, krank, behindert, kann hinzukommen, seine Ideen beisteuern oder kann auch jederzeit wegbleiben.
Ein Thema im AK ist die Fragestellung, was ist Behinderung, was Krankheit, oder fallen beide sogar zusammen?
Michael Wilken beantwortete die Frage wie folgt: Krankheit ist ein medizinischer Begriff, Behinderung ist ein sozial-rechtlicher Begriff und zählte als Beispiel für Behinderung auf, nicht am allgemeinen gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.
Klaus Makowka war es wichtig, diese Themen in die Schulen zu bringen, sei es durch Vorstellung und Lebensbeschreibung einer behinderten Person oder Besuch von Schulklassen in Behinderten-Einrichtungen. Kinder wären wesentlich sensibler für dieses Thema und könnten als Multiplikatoren in den Familien dienen.
Als wichtig wurde von allen festgestellt, dass die Gesellschaft als solche eine Behinderung sei und dies -auch nach dem Grundgesetz- nicht hinnehmbar sei.
Viele kleine Themenbereiche rundeten den Abend durch viele Wortmeldungen, auch der "Neuen", ab und so wurde es wieder einmal 21 Uhr, bevor Renate Löhr alle nach Hause schicken konnte.

Sitzung20-0820.8.: Heute fand im Bürgerhaus eine vorbereitende Sitzung für die nächte BBR-Sitzung statt